Mit dem Aachener Friedenskreuz zum Hambacher Wald 23. September 2018

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Di 25. Sep 2018
Irene Mörsch

Trotz strömenden Regens folgten ca. 120 Menschen der Einladung des Katholikenrates zu einem Pilgerweg am Rande des Hambacher Waldes

Kreuz wird aus der Kirche getragen

In der Kirche in Manheim begrüßte uns Pfarrer Neuhöfer mit Gedanken zum Schutz der Umwelt, einem Gebet aus der Enzyklika „Laudato si“ und entließ uns mit einem Segen auf den Weg.

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Dort, wo früher die Marienkapelle in Manheim stand, wurde eine erste Station eingelegt und an Steffen gedacht, den Journalisten, der in der Woche zuvor im Wald tödlich verunglückte.

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Durch den sterbenden Ort ging es mit Pfarrer Hans-Otto von Danwitz am Lautsprecher singend und betend weiter, es wurden unterwegs auch Texte aus der Enzyklika gelesen.

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Der Endpunkt in Manheim war die Brücke über die ehemalige A4, von wo wir durch Regenschleier auf den minimalen Rest des Waldes, einen Bagger und im Hintergrund den künstlichen Berg „Sophienhöhe“ schauten. Dort wurden Fürbitten gesprochen.

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Der zweite Teil des Pilgerweges begann am Pilgerkreuz in Morschenich, wieder mit Blick auf den Wald, und die Abbaukante.

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Durch diesen ebenfalls fast ganz verlassenen Ort gingen wir mit Gebeten und Liedern zur Kirche, die wir leider nicht betreten durften.

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Dort sprach Jens Sannig, der Superintendent des Kirchenkreises Jülich, ein Schlusswort mit Segen und wir endeten mit einem gemeinsamen Gebet.

Ein Bewohner aus Morschenich beklagte sich, dass wir uns vor Jahren nicht für die Bewohner der Umsiedlungsorte eingesetzt hätten.

Schaufelradbagger-Schokoladenkuchen

Beim Verspeisen von Keksen und einem Schaufelradbagger in Form eines Schokoladenkuchens, den die Schülerinnen und Schüler des Klimateams der Sekundarschule Jülich verteilten endete der Pilgerweg nach 2,5 regnerischen Stunden in guter Atmosphäre.

Viele der z. T. weit angereisten Anwesenden bedankten sich für die Initiative und Vorbereitung. Sie waren erfreut, dass neben den bereits erwähnten Priestern, auch Pfarrer Hans Dongs und Pfarrer Manfred Esmajor, sowie Maria Buttermann und Gudrun Zentis, beide im neu gebildeten Leitungsteam der Region Düren, durch ihre Teilnahme am Pilgerweg ein deutliches Zeichen für Frieden und Klimaschutz setzten, hatten sie doch bisher ein solches seitens der katholischen Kirche vermisst.

Mit dem Aachener Friedenskreuz zum Hambacher Wald September 2018

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