Kurzprotokoll des Arbeitskreistreffens „Laudato si`“

vom 15. November 2016

Di 15. Nov 2016
Monika Ollig

Hauptthemen der Sitzung:

1. Vorfall Im Hambacher Forst am 15.11.2016: brennende Balken auf der alten Trasse der A4, die den RWE-Fahrzeugen die Durchfahrt verwehrten, außerdem eine Bombenattrappe und Steinwürfe auf Polizisten.
Die Bestürzung der Mitglieder des AK war groß, besonders nachdem der Friede inzwischen lange gehalten hatte und man nun eine weitere Eskalation befürchten muss und eine Verhärtung der Position von RWE.
Laut der DZ bezeichnete der Aachener Polizeipräsident Dirk Weinspach das Verhalten der Steinewerfer als „kriminell". „Es diskreditiere all diejenigen, die durch friedliche Aktionen ihren Protest gegen den Braunkohleabbau zeigen."

2. Reaktionen auf das Schreiben des Reg. Katholikenrates an die GdG-Räte und die Mitglieder des KR und die Resolution an das RWE, die Landes- und Bundespolitiker.
Aus dem kirchlichen Bereich gab es keine Rückmeldungen. Antwortschreiben erhielten wir von Michael Eyll Vetter vom RWE, Gudrun Zentis MdL und Thomas Rachel MdB, ein ausführliches, gemeinsames Schreiben von Dietmar Nietan MdB, Liesel Koschorrek MdL und Peter Wirtz MdL.

3. Planungen und Beschlüsse

Wir sind zu dem Ergebnis gekommen, dass es bis zu den Wahlen im nächsten Jahr wenig Sinn macht, RWE und Politiker davon überzeugen zu wollen, mit dem dringenden „Strukturwandel" (nicht „Strukturbruch") sofort zu beginnen, wie P. Franziskus es fordert.
Statt dessen wollen wir uns an die einflussreichsten Personen in der Kirche wenden: unseren neuen Bischof Helmut Dieser in Aachen und P. Franziskus. Wir planen, den Bischof einzuladen zu einer Waldwanderung im Hambacher Forst und einem Friedensgottesdienst mit dem Thema: Bewahrung der Schöpfung. Wir würden auch gern vorher zu einem Gespräch nach Aachen fahren.
Wir sind der Auffassung, dass ein Brief an P. Franziskus, in dem wir unsere Anliegen vortragen, ein hoffnungsvoller Weg ist. Eine Reise nach Rom ist auch nicht ausgeschlossen.

Reizvoll erscheint uns außerdem eine Aktion mit einem Künstler am Hambacher Wald, die das Thema Schöpfung, Klima und Gerechtigkeit in herausragender Weise deutlich macht. Auch ein Konzert oder Theater/Tanz könnten Aufmerksamkeit für das Problem wecken.