Die Kirchen(n) im Dorf lassen

Unterschriftenaktion

Tagebau (c) www.pixabay.com
Mo 9. Jul 2018
Nicole Gabor
Die Bilder der Zerstörung des Immerather Doms gingen um die Welt. Doch auch wenn Immerath abgerissen wurde – für fünf weitere Ortschaften am Rande der Tagebaue Garzweiler (Keyenberg, Kuckum, Berverath) und Hambach (Morschenich, Manheim) und ihre Kirchengebäude besteht noch eine Hoffnung:

Wenn sich die katholische Kirche weigern würde, ihre Gotteshäuser zu entwidmen bzw. die noch nicht veräußerten Kirchen zu verkaufen, und es eventuell sogar auf ein Enteignungsverfahren ankommen lassen würde, könnte sie den Vorbereitungsprozess für die Erweiterung der Gruben hinauszögern. Vielleicht würde der Prozess sogar soweit gehen, bis zu dem Tag, an dem der Ausstieg der Braunkohle beschlossen wird.

Währenddessen arbeitet derzeit eine neu gebildete Kohle-Kommission im Auftrag der Bundesregierung u.a. daran, Pläne für einen vorzeitigen Kohleausstieg zu erarbeiten. Hier im Rheinland werden gleichzeitig täglich rings um die Tagebaue Garzweiler und Hambach weiterhin unwiderrufliche Tatsachen geschaffen. Das ist nicht hinnehmbar und die Menschen in den Regionen sträuben sich gegen ihre Vertreibung aus der Heimat. Auf den Wunsch und die Initiative von betroffenen Anwohner*innen am Tagebau Garzweiler, hat die Klima-Allianz zusammen mit anderen Gruppen und dem Diözesanrat der Katholiken im Bistum Aachen daher die Unterschriften-Aktion "Kirche(n) im Dorf lassen" gestartet, die an die Bischöfe und Kirchenvorstände von Kirchen adressiert , die noch von RWE zerstört werden sollen.  

Seit dem Katholikentag in Münster im Mai diesen Jahres werden Unterschriften gesammelt. Das öffentliche Interesse rund um die „Kohlekommission“ vermag diese Aktion ebenso zu stärken, wie die Aktion auch die Öffentlichkeitsarbeit rund um die Kommission. Bitte unterstützt uns daher zahlreich!
Die Unterschriften Liste kann hier heruntergeladen und dann gedruckt werden.

http://verheizte-heimat.de/wp-content/uploads/2018/06/unterschriftenliste_5kirchen_2MB.pdf

Falls Sie eine gedruckt Version benötigen, schreiben Sie uns an: info@dioezesanrat.bistum-aachen.de